Myungin Lee feiert nach Stimmband-Operation erfolgreiches Bühnencomeback
Ein Stimmbandpolyp hätte die Karriere des Mainzer Tenors Myungin Lee beinahe beendet. Nach starken Schmerzen und dem fast vollständigen Verlust seiner Stimme ließ sich der Solist des Staatstheaters Mainz Ende 2023 in Südkorea operieren. Es folgte eine monatelange Rehabilitationsphase, bis er im Herbst 2024 erstmals wieder auf der Bühne stand. Heute begeistert er das Publikum erneut – unter anderem als Tamino in Mozarts Zauberflöte.
Im Zusammenhang mit Lees Geschichte erläutert Privatdozent Dr. Kai Fruth, Leiter des HNO Zentrums Mainz, die besonderen Herausforderungen bei Eingriffen an den Stimmlippen. Da die empfindlichen Strukturen nur wenige Millimeter groß sind, seien höchste mikrochirurgische Präzision und der größtmögliche Erhalt der Schleimhaut entscheidend – insbesondere bei professionellen Sängern. Ebenso wichtig sei eine engmaschige Nachsorge mit dem richtigen Verhältnis aus Stimmruhe und gezieltem Training, damit die Stimme wieder ihre volle Leistungsfähigkeit erreicht.
Lees Geschichte zeigt eindrucksvoll, dass moderne HNO-Medizin, intensive Rehabilitation und große persönliche Disziplin selbst nach einer schwerwiegenden Stimmbandverletzung eine Rückkehr auf höchstem künstlerischen Niveau ermöglichen können. Zugleich setzt sie ein wichtiges Zeichen dafür, Stimmprobleme bei professionellen Sängern zu enttabuisieren.
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